Sanfte Kita-Eingewöhnung: Elternteil begleitet Kind liebevoll beim ersten Tag in der Kindertagesstätte

Eingewöhnung in die Kita: So gelingt der Start für Eltern und Kind

Agon Gashi

Die ersten Tage in der Kita – eine Herausforderung für alle

Der Übergang von der familiären Betreuung in die Kita ist ein bedeutender Schritt im Leben eines Kindes und seiner Eltern. Die Eingewöhnungsphase ist entscheidend dafür, wie sich das Kind in der neuen Umgebung fühlt und wie schnell es Vertrauen aufbaut.

Das Berliner Eingewöhnungsmodell verstehen

Die meisten Kitas in Deutschland arbeiten nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell, das sich in mehrere Phasen gliedert:

Grundphase (3 Tage): Ein Elternteil bleibt mit dem Kind für 1-2 Stunden in der Kita. Kein Trennungsversuch.

Stabilisierungsphase: Die Erzieherin übernimmt zunehmend die Versorgung des Kindes, während der Elternteil noch anwesend ist.

Trennungsphase: Erste kurze Trennungen, die schrittweise verlängert werden.

Schlussphase: Der Elternteil ist nicht mehr in der Einrichtung, aber jederzeit erreichbar.

Praktische Tipps für eine sanfte Eingewöhnung

Vor dem Start:
✅ Besuchen Sie die Kita mehrmals gemeinsam mit Ihrem Kind
✅ Sprechen Sie positiv über die Kita und die neuen Spielkameraden
✅ Etablieren Sie ein Abschiedsritual zu Hause
✅ Planen Sie ausreichend Zeit ein – rechnen Sie mit 2-4 Wochen

Während der Eingewöhnung:
✅ Bleiben Sie ruhig und zuversichtlich – Kinder spüren Ihre Unsicherheit
✅ Verabschieden Sie sich immer bewusst, schleichen Sie sich nie davon
✅ Halten Sie Abschiedsrituale kurz und liebevoll
✅ Seien Sie pünktlich beim Abholen
✅ Bringen Sie ein Kuscheltier oder Schnuffeltuch von zu Hause mit

Wenn es schwierig wird

Tränen beim Abschied sind normal und gehören zum Prozess. Wichtig ist, wie schnell sich das Kind nach Ihrem Weggang beruhigt. Die Erzieherinnen geben Ihnen Rückmeldung über das Verhalten Ihres Kindes.

Warnsignale, die Sie ernst nehmen sollten:
⚠️ Das Kind beruhigt sich auch nach 15-20 Minuten nicht
⚠️ Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit zu Hause
⚠️ Rückschritte in der Entwicklung (z.B. erneutes Einnässen)
⚠️ Anhaltende Unlust über mehrere Wochen

In solchen Fällen sollten Sie das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen und gegebenenfalls das Tempo der Eingewöhnung anpassen.

Fazit

Eine gelungene Eingewöhnung legt den Grundstein für eine positive Kita-Zeit. Geben Sie Ihrem Kind und sich selbst die Zeit, die Sie brauchen. Vertrauen Sie den Fachkräften und bleiben Sie im engen Austausch. Mit Geduld und Zuversicht meistern Sie diese wichtige Phase gemeinsam.

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